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TikTok
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TikTok als Suchmaschine: Eine neue Strategie für Brands
Wer bei TikTok ausschließlich an pures Entertainment denkt, sollte die eigene Strategie dringend überdenken. Besonders Gen Z nutzt die Plattform gezielt als Suchmaschine, um eben schnell, effizient und visuell an gewünschte Informationen zu gelangen. Mittlerweile sucht fast die Hälfte der Nutzer*innen direkt dort nach Antworten.

Kein Google, keine KI, sondern Social Search
Google bleibt zwar die Nummer eins bei Suchanfragen, dennoch wandelt sich das Suchverhalten der Nutzer*innen vermehrt zu visuellem Content. Plattformen wie Tiktok, Instagram oder Youtube werden immer wichtiger, wenn es darum geht, gezielt Informationen zu finden. Das zeigt sich deutlich in der Video-Diversifizierung: Neben extrem kurzen Clips von 15 Sekunden etablieren sich zunehmend längere Formate mit bis zu 60 Minuten als fester Bestandteil auf TikTok. Spannend bleibt: Die Watchtime bei informativen Inhalten von über drei Minuten ist im Vergleich zum Vorjahr um 22 % gestiegen (Quelle). Nutzer*innen suchen aktuell vermehrt nach „Educational Depth“ statt reinem Dopamin-Scrolling. Für Brands bedeutet das: Content muss mehr leisten als nur zu unterhalten. Er muss gleichzeitig informieren, Fragen beantworten und genau dann präsent sein, wenn die Neugier am größten ist.
Suchbasiert arbeiten statt nur Trends hinterherjagen
Trends sind wichtig, aber sie nur stumpf umzusetzen, reicht nicht aus. Die entscheidende Frage ist: Wonach suchen eure Zuschauer*innen eigentlich? Statt nur auf den nächsten viralen Sound zu hoffen, solltet ihr zwei Fragen priorisieren:
Welches Problem löst euer Produkt?
Wo könnt ihr euch klar von Wettbewerbern abheben?
Denkt wie Creator, nicht wie eine klassische Brand. Je authentischer ihr wirkt, desto besser werdet ihr in den Suchergebnissen gefunden.
Social SEO: Authentizität schlägt Keyword-Stuffing
Wie gut ihr gefunden werdet, entscheidet ihr bereits beim Erstellen des Contents. Der Algorithmus priorisiert Keywords, die natürlich in Hooks, Captions und On-Screen-Texten integriert sind. Nutzt Overlay-Texte und Captions, die genau die Sprache eurer Zielgruppe sprechen, also eher locker formuliert, dennoch direkt auf den Punkt. Verwendet zudem Hooks, die nicht nur Aufmerksamkeit wecken, sondern direkt einen klaren Mehrwert in Aussicht stellen. Ideale Formate sind beispielsweise Schritt-für-Schritt-Anleitungen oder Produkterklärungen. Nutzer*innen suchen nach echtem Wissen und greifbaren Lösungen anstelle von aalglatten Werbeversprechen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Austausch unter dem Video: Viele Nutzer*innen lesen sich die Kommentare durch, um Bestätigung oder zusätzliche Infos zu finden. Wenn ihr dort aktiv moderiert und den Bereich als Info-Quelle nutzt, werdet ihr vom Algorithmus oft belohnt.
Zeitlosen Content erschaffen
Wertvoller Content bleibt auch nach 24 Stunden relevant. Konzentriert euch daher auf Inhalte, nach denen regelmäßig gesucht wird. Klassiker sind beispielsweise Rezepte, DIYs, Produktempfehlungen oder Workouts.
Ein ebenso starker Indikator für den Erfolg eines Videos ist dabei, wie oft Beiträge gespeichert und geteilt werden. Wenn euer Video gespeichert wird, signalisiert das dem Algorithmus: Dieser Inhalt hat Substanz und die Leute wollen ihn sich immer wieder ansehen. Das pusht euer Ranking in zukünftigen Suchen enorm.
Fazit
TikTok ist zu einer Plattform geworden, wo Nutzer*innen gezielt nach Informationen suchen. Für Brands heißt das: Weg vom reinen Entertainment, hin zu Storytelling mit echtem Mehrwert. Wenn euer Content offene Fragen klärt, gewinnt ihr die Aufmerksamkeit der Nutzer*innen. Seid ihr zudem in der Suche gut auffindbar, könnt ihr viel leichter neue Follower*innen für euch gewinnen.

Maja
Social Media Managerin


